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02 April 2012

Wie soll man eine Stadt betexten?

Posted in 2 / 2012

Dass Städte Marketing betreiben, um ihr Image und damit ihren Standort zu fördern, ist nicht neu. Aber dass Städte sich Beinamen geben können, im Sinne von Slogans, ist relativ neu. Eine Änderung der Gemeindeordnung im Herbst 2011 hat den Städten in NRW ermöglicht, diese Beinamen als offiziellen Bestandteil des Namens zu führen, auch auf Ortsschildern und Briefköpfen der Stadtverwaltung.

An sich eine gute Idee, finde ich. Seinen Namen kann man sich nicht aussuchen, auch als Stadt nicht, aber seinen Beinamen schon. Was haben die Städte sich nun ausgesucht? "Würselen - Stadt der Kinder" zum Beispiel, und "Lohmar - Stadt der Generationen". Oder war es umgekehrt?

Drei Hansestädte - in NRW

Als Werbetexter habe ich gelernt, dass Claims und Slogans ein Alleinstellungsmerkmal zum Ausdruck bringen sollten, möglichst einprägsam und werbewirksam. Daher bin ich irritiert, wenn ich "Hansestadt Warburg" lese. Das Prädikat Hansestadt ist schon lange mit Städten wie Hamburg, Lübeck und Rostock assoziiert. Aber da muss ich wohl umdenken, denn nun gibt es drei Hansestädte in Nordrhein-Westfalen, neben Warburg auch Attendorn und Wipperfürth.

Bin ich mit meinem Verständnis von "Alleinstellungsmerkmal" vielleicht allein? Ralf Jäger, Innenminister von NRW und somit auch für die Kommunen zuständig, meinte dazu: "Mit dem offiziellen Zusatz können Gemeinden und Kreise ihre Einzigartigkeit bekannt machen. Das stiftet Identität und stärkt das kommunale Selbstbewusstsein".
Danke, Herr Jäger, das beruhigt mich. Aber Sie haben natürlich Recht, wenn Sie sagen: "Mit dem Zusatz KÖNNEN Gemeinden und Kreise ihre Einzigartigkeit bekannt machen". Aber sie müssen nicht.

Das erinnert mich an einen alten Witz der Eisenbahner. Wer früher mit dem Zug in Hamburg einfuhr, bekam ein großes Schild zu sehen: "Hamburg, das Tor zur Welt". In München hieß es "Weltstadt mit Herz". Und wer in Köln ankam, sah sofort "3 Reibekuchen: 4,50 DM". DAS nenne ich ein Alleinstellungsmerkmal.

Manche Städte in NRW möchten ihre Bürger an der Namenswahl beteiligen, wie Essen oder Münster. Andere Städte überlegen noch, ob sie sich überhaupt einen Beinamen geben sollen. Die haben sich wohl die Liste mit den Slogans der Städte auf Wikipedia angeschaut:

Brachelen - hier is et schön
Braunschweig - schöner. Braunschweig

Hückelhoven - immer anders
Ludwigshafen - überraschend anders
Wien - Wien ist anders

Mein Favoriten sind folgende. So absurd, dass ich es schon wieder lustig finde:

Jena - Jenaer, je lieber
Pirmasens - das beste Pirmasens der Welt
Mannheim - Leben im Quadrat

Die vollständige Liste finden Sie übrigens hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Stadtmarketing

12 März 2012

Ein Komma kann Leben retten

Posted in 1 / 2012

Dass ein Komma Leben retten kann, zeigt dieser Spruch:

Wir essen jetzt, Opa.

Wir essen jetzt Opa.

Dieser Gag ist durch die sozialen Netzwerke gerauscht und hat viele Fans gefunden. So ist wohl auch zu erklären, dass es nun ein T-Shirt mit diesem Spruch gibt und natürlich eine Facebook-Seite mit diesem Namen. 

Ich freue mich über den sensiblen Umgang mit der Sprache und den Großvätern und wünsche guten Appetit. Wer sich daran ebenso erfreut, dem kann ich auch diese lebensrettende Geschichte empfehlen.

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Gute Werbung ist Entertainment, schlechte ist Spam.

Noch nie gab es so viel Werbung wie heute. Es ist zuviel, deshalb wird sie oft ignoriert. Andererseits gab es noch nie so viele Auszeichnungen für Werbung wie heute – gute Werbung ist eben auch Entertainment. Wie kommt man also zu guter Werbung?

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Bei Online-Texten muss es Klick machen.

Im Internet muss ein Text auf den Punkt kommen, sonst ist der Leser weg. Deshalb muss Webtext informieren, unterhalten und zum Handeln motivieren. Da muss es Klick machen, zuerst im Kopf des Lesers, und dann an seiner Maus.

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Ich bin Texter, es musste so kommen

Ich habe mir diesen Beruf nicht ausgesucht, er hat mich ausgesucht. Also bin ich Werbe-texter geworden, ein verbales Trüffelschwein, ein Zielgruppenflüsterer.

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