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21 Februar 2012

"Shitstorm" ist der Anglizismus des Jahres 2011

Posted in 1 / 2012

Anglizismen haben im Deutschen einen schlechten Ruf, man könnte auch sagen: ein Image-Problem. "Image" ist auch so ein Anglizismus, der aber zeigt, was diese Lehnwörter aus anderen Sprachen im Deutschen leisten. Sie bezeichnen etwas, für das es kein treffendes deutsches Wort gibt. Sonst würden sie sich im Deutschen auch nicht durchsetzen.

Anglizismen sind also besser als ihr Ruf, denke ich. Daher begrüße ich die Initiative "Anglizismus des Jahres" von Anatol Stefanowitsch, Professor für Anglistik an der Uni Hamburg. Mit der Webseite Anglizismus des Jahres ermittelt er seit 2010 jedes Jahr die wichtigsten sprachlichen Importe aus dem Englischen.

Für das Jahr 2011 wurde "Shitstorm" als Sieger ermittelt, knapp vor "Occupy". Die Jury begründet ihre Entscheidung wie folgt: "Das Wort Shitstorm füllt eine Lücke im deutschen Wortschatz, die sich durch Veränderungen in der öffentlichen Diskussionskultur aufgetan hat. Das Wort hat sich im Laufe des letzten Jahres von der Netzgemeinde auf den allgemeinen Sprachgebrauch ausgebreitet und gut in die Struktur des Deutschen eingefügt."

Mehr als ein Sturm der Empörung

Ob das Wort schon im allgemeinen Sprachgebrauch angekommen ist, weiß ich nicht. Da ich viel im Netz unterwegs bin, ist es mir vertraut. Aber ob mein Vater z.B. schon von einem Shitstorm gehört hat ... nun, ich werde ihn fragen.

Die interessantere Frage ist für mich: gibt es kein deutsches Wort für dieses Phänomen? Was unterscheidet den Shitstorm vom Sturm der Empörung? Die Dynamik und die Heftigkeit, mit der sich die Empörung im Web 2.0 entladen kann, ist eher ein Tsunami als ein Sturm. Oft kommt dabei auch mehr zum Ausdruck als Empörung, nämlich Beleidigung und Bedrohung, Schimpf und Schande. Daher ist der Begriff Shitstorm durchaus angebracht. Und auf Englisch klingt es auch nicht so vulgär wie "Scheißesturm".

AdJ definiert den Shitstorm als eine "unvorhergesehene, anhaltende, über soziale Netzwerke und Blogs transportierte Welle der Entrüstung über das Verhalten öffentlicher Personen oder Institutionen, die sich schnell verselbständigt und vom sachlichen Kern entfernt und häufig auch in die traditionellen Medien hinüberschwappt."

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