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24 Oktober 2011

"Social Media ist schön, macht aber viel Arbeit"

Posted in 4 / 2011

Ein Besuch auf dem stART Camp Köln 2011

"Social Media ist schön, macht aber viel Arbeit" war das Motto des ersten stARTcamps in Köln. Am 07. Oktober kamen rund 100 Interessierte zu dieser Konferenz in die Karl-Rahner-Akademie, um herauszufinden, wie schön Social Media bei den Kollegen ist, und wie viel Arbeit sie dort wohl verursacht.
Meine erste Erkenntnis bestand darin, dass Konferenzen heute auch anders ablaufen können. Das stARTcamp war eine Mischung (ein "mash-up" hieß es auf Neudeutsch) aus einer traditionellen Konferenz, auf der Themen vorab gesetzt und Referenten gebucht werden, und einem sogenannten Barcamp. Dabei werden Vorträge spontan organisiert, zu Beginn der Veranstaltung kamen aus dem Publikum etliche Themenvorschläge und die Referenten gleich dazu. Es befanden sich genügend Fachleute unter den Besuchern, die willens und fähig waren, einen Vortrag zu halten oder zu moderieren. So wurde die Trennung zwischen Referenten und Besuchern weitgehend aufgehoben, was zu einer netten und offenen Atmosphäre führte.

Der nächste Aha-Effekt wurde durch die Info-Grafik von Christoph Illigens ausgelöst. Sein grafisches Protokoll der Veranstaltung (sogenanntes graphic recording), war so anschaulich und kommunikativ, wie ich es noch nie gesehen habe. Da ziehe ich als Texter meinen Hut und gebe zu: Ein Bild kann mehr als tausend Worte sagen. Der dann folgende Vortrag von Sebastian Hartmann hat einen kompakten "10-Punkte-Plan für den Einstieg in Social Media" vorgestellt. Sebastian hat es am Beispiel des Neanderthal-Museums aufgezeigt, aber dieser Plan ist so allgemeingültig, dass er auch auf andere Branchen und Projekte übertragen werden kann.

Als nächstes hat Karin Janner eine Podiumsdiskussion moderiert, um herauszufinden, "wie viel Zeit für Social Media" die Kollegen denn aufwenden? "Zwei bis drei Stunden pro Woche", war die Arbeitsthese, die aber kontrovers diskutiert wurde.
Christian Henner-Fehr, Social-Media-Berater und Mitbegründer der stARTconference, hat ein Plädoyer dafür gehalten, Social Media nicht bloß als Projekt zu betreiben, sondern ein Unternehmen 2.0 zu werden. "Social Media muss man leben" war das Motto seines Vortrags.

Dies waren nur einige 'Sessions' einer insgesamt sehr anregenden Veranstaltung, die auch online dokumentiert ist. Verbindlichsten Dank an die Veranstalterinnen Wibke Ladwig, Ute Vogel und Anke von Heyl; auf dem nächsten stARTcamp werde ich meine Zelte gerne wieder aufschlagen.

12 September 2011

Neu und doch vertraut. Werbung nach dem MAYA-Prinzip.

Posted in 3 / 2011

Jeder von uns ist täglich mehr als 4.000 Werbebotschaften ausgesetzt. Wie kann Werbung da noch wirken? Indem sie neu und zugleich konsistent ist, sagen die Neuropsychologen von der Agentur decode in Hamburg. Neu und konsistent, überraschend und doch vertraut. OK, das ist die ganz normale Quadratur des Kreises, an der Werber und Designer jeden Tag arbeiten. Gibt es da vielleicht eine Formel, wie viel Überraschung und wie viel Vertrautes … ? Die Antwort von decode lautet: MAYA - "most advanced, yet acceptable" - so weit fortgeschritten wie möglich, um gerade noch akzeptabel zu sein.

In der Marketing-Praxis bedeutet das: konsistent in der Marken-Botschaft, aber in der Umsetzung immer wieder neu. Für das Produkt-Design gilt außerdem: beim ersten Kontakt wird das Vertraute bevorzugt, nach einer Auseinandersetzung mit dem Design vielmehr das Neue, Innovative.

Diese Erkenntnisse werden in einem Science-Update beschrieben, das die Agentur decode Anfang September als Newsletter verschickt hat. Wer diese Updates regelmäßig erhalten möchte, kann den Newsletter hier bestellen: http://www.decode-online.de.

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Gute Werbung ist Entertainment, schlechte ist Spam.

Noch nie gab es so viel Werbung wie heute. Es ist zuviel, deshalb wird sie oft ignoriert. Andererseits gab es noch nie so viele Auszeichnungen für Werbung wie heute – gute Werbung ist eben auch Entertainment. Wie kommt man also zu guter Werbung?

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Bei Online-Texten muss es Klick machen.

Im Internet muss ein Text auf den Punkt kommen, sonst ist der Leser weg. Deshalb muss Webtext informieren, unterhalten und zum Handeln motivieren. Da muss es Klick machen, zuerst im Kopf des Lesers, und dann an seiner Maus.

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Ich bin Texter, es musste so kommen

Ich habe mir diesen Beruf nicht ausgesucht, er hat mich ausgesucht. Also bin ich Werbe-texter geworden, ein verbales Trüffelschwein, ein Zielgruppenflüsterer.

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