Content Marketing

 Content Marketing

Warum Content Marketing schon seit 1891 funktioniert

Dr. Oetker hat schon 1891 Content Marketing für sein Backpulver betrieben. Andere Hersteller boten damals bereits Backpulver an, aber in größeren Packungen für Großabnehmer wie Bäckereien und Großküchen. Der Bielefelder Apotheker August Oetker entwickelte sein eigenes Produkt ‚Backin‘ und verkaufte es in kleinen Packungen für Hausfrauen. Und auf jedem Päckchen Backin fand die Kundin Rezepte, mit denen sie das neue Produkt gleich erfolgreich einsetzen konnte. Ein Volltreffer. 

1911 gab Oetker dann ein Kochbuch heraus, und auch das war erfolgreich. Schließlich bot in jeder größeren Stadt Kochkurse an, in denen Kunden seine Produkte kennenlernen und sofort anwenden konnten. Und der Rest ist Geschichte.

Auch der französische Reifenhersteller Michelin hat schon 1900 mit seinem „Guide Michelin“ Content Marketing betrieben. Das rote Buch ist als Hotel- und Restaurantführer weltberühmt geworden und hat viele Nachahmer gefunden. Seinerzeit war es das erste Buch, das Autofahrern Tipps für die Erkundung der Welt mit dem Auto lieferte.
Hier wird schon deutlich, was gutes Content Marketing auszeichnet: Inhalte, die für die Zielgruppe relevant sind und eine glaubwürdige Nähe zum eigenen Angebot haben. Keine Werbung, sondern Mehrwert für Kunden und solche, die es werden könnten.  

 

Der große Vorteil der kleinen Unternehmen 


Im 21. Jahrhundert ist es sehr viel leichter, Content zu produzieren. Auf der eigenen Website oder in einem Blog kann jeder Inhalte veröffentlichen und über Social Media verbreiten. Dabei haben kleine und mittlere Unternehmen (KMU) gegenüber größeren einen Nachteil: das kleinere Budget. Doch das können sie im Content Marketing durch größere Kundennähe wettmachen. Wer seine Kunden besser kennt, kann besser einschätzen, was relevant für sie ist. Außerdem nehmen Kunden den Content auch besser an, wenn sie den Anbieter persönlich kennen.

Relevanz ist das Zauberwort im Content Marketing. Keine Produktwerbung, sondern Inhalte mit Mehrwert für den Kunden. Zum Beispiel:  

  • Artikel, Blogbeiträge
  • Whitepaper, Studien, Reports (auch als Link oder Download)
  • Videos, Slideshows, Präsentationen
  • Bilder, (Info-)Grafiken
  • Vorträge, Schulungen
  • Seminare, Webinare 

 

Content Marketing ist ein Prozess, der sich stetig selbst verbessert

Nun zur entscheidenden Frage: Wie macht man es? Dabei hat sich folgende Vorgehensweise bewährt:  

  1. Strategie: Welche Ziele, welche Zielgruppe, welche Inhalte, welche Medien?
  2. Redaktions-Plan: Wer macht was bis wann?
  3. Content-Produktion: Inhalte recherchieren und erstellen.
  4. Veröffentlichung: Inhalte anbieten und bewerben (Social Media).
  5. Monitoring: Prüfung der Ergebnisse und ggf. Korrektur,
    dann weiter mit 1., sonst weiter mit 2. oder 3.

Sie sehen: Content Marketing ist ein Prozess, der immer weiterläuft und sich stetig verbessert. Er bietet kleinen und mittelständischen Unternehmen die Chance, mit einem begrenzten Budget im Content Marketing mehr zu erreichen als mit klassischer Werbung. Hier zählt Relevanz, nicht Penetranz.

Bei der Umsetzung können sich Unternehmen – je nach ihren personellen Ressourcen – Verstärkung durch externe Spezialisten holen. Freie Texter und Social Media-Berater, Web-Entwickler und Designer sind im Netz leicht zu finden. Besonders in der Anfangsphase ist professionelle Unterstützung sehr zu empfehlen. Denn beim Content-Marketing ist Qualität wichtiger als Quantität. Wie hat es Dr. Oetker so schön formuliert … Qualität ist das beste Rezept.